Räumlichkeit des Kloster Cafés

Eröffnung des Kloster Cafés am 22. März 2017

Mit dem erwachenden Frühling öffnete das neue Kloster Café seine Türen. Im liebevoll eingerichteten Café werden neben Kaffeespezialitäten selbstgebackene Torten und frisch zubereitete kleine Mahlzeiten für den Hunger zwischendurch angeboten. Darüber hinaus wird Wein aus der Region ausgeschenkt.

Anstoßen auf den gelungenen Start des Kloster Cafés

Öffnungszeiten

Das Kloster Café ist immer von Mittwoch bis Sonntag 12.00 - 17.00 Uhr geöffnet.

Schauen Sie vorbei und erfahren Sie am eigenen Leib, dass hier gilt:

  • … ankommen und wohlfühlen
  • … regional genießen
  • … Natur und Kultur erleben

Tortenauswahl im Kloster Café

Kaffee ist nicht gleich Kaffee

Daher bezieht das Kloster Café seinen Kaffee von der Bio-zertifizierten Leipziger Kaffeerösterei “Brühbar”. Dort werden die Bohnen in einer schonenden Langzeitröstung verarbeitet, was einen bekömmlichen und unbeschwerten Kaffeegenuss ermöglicht.

Kaffeebohnen

Konventexerzitien in Helfta

Die Schwestern machen vom 23.-28. Januar ihre jährlichen Konventexerzitien und bitten darum das Schweigen in dieser Zeit der inneren Einkehr zu respektieren und in diesen Tagen nicht anzurufen.

Selbstverständlich können Sie auch in der Exerzitienwoche gerne an unseren Gottesdiensten teilnehmen. Beachten Sie hierbei bitte die geänderte Tagesordnung.

Geänderte Tagesordnung

Vom 24.1. bis 28.1. finden die Gottesdienste in der Klosterkirche zu folgenden Zeiten statt:

6.30 Uhr Laudes

8.00 Uhr Terz und Messe

11.45 Uhr Mittagshore

17.30 Uhr Vesper

19.15 Uhr Komplet

Zwischen den Jahren

Das Hochfest der Geburt Christi liegt hinter uns. Das Fest, das so sehr wie kein anderes für Familie, für Liebe und Frieden steht. In den Tagen der Weihnachtsoktav, die mit dem ersten Januar ihren Abschluss findet, schauen viele zurück auf das vergangene Jahr. Was ist alles geschehen? Welche schönen, welche schwierigen Momente habe ich erlebt?

Einige Menschen fassen in diesen Tagen Vorsätze und Pläne für das kommende Jahr. Und manch einer wünscht sich vielleicht nur, dass es ein besseres Jahr werden möge, als das Vergangene.

Wie Gott gekommen ist

Sollten sich Ihre Wünsche nicht sofort erfüllen, dann kann vielleicht der folgende Auszug aus dem Buch “Warum Christ sein” von Timothy Radcliffe eine Hilfe - ein Gedankenanstoß - sein:

Warum kann uns Gott nicht einfach jetzt geben, wonach wir uns sehnen: Gerechtigkeit für die Armen und vollkommenes Glück für alle? Fast 2000 Jahre sind vergangen seit der Auferstehung, und wir warten immer noch auf das Reich Gottes. Warum?

Ein Grund dafür, warum Gott so viel Zeit braucht, ist, dass er kein Gott im üblichen Sinne ist. Unser Gott ist nicht mächtig, kein himmlischer Superman, der von außen in unsere Welt heinplatzt. Das Kommen Gottes ist nicht die Kavallerie, die angeritten kommt, um uns zu retten. Gott kommt von innen, in unserer tiefsten Innerlichkeit. Er ist uns, so Augustinus, näher, als wir uns selbst sind, oder, wie der Qu’ran sagt, näher als unsere Halsschlagader.

Gott kommt zu uns, wie ein Kind zu einer Mutter kommt, in der Tiefe ihres Seins und sie langsam verwandelnd. Alles andere wäre Gewalt, eine Vergewaltigung. Wir sind körperliche Wesen, und als solche leben wir in der Zeit. So wie es neun Monate für eine Schwangerschaft braucht, braucht es seine Zeit, damit ein gebrochener Knochen wieder zusammenwächst und Fieber abklingt. Heilen und Wachsen brauchen Zeit. Wir brauchen Geduld, weil Gott nicht als äußerer Akteur zu uns kommt, sondern in der tiefsten Intimität unseres körperlichen Seins, das in der Zeit lebt. Unsere Hoffnung liegt auf dem Gott, der Mensch wird und der den Rhythmus unseres Lebens achtet.

Gottes Kommen war nicht einfach die Geburt eines Kindes; es war das Kommen eines Wortes. Man könnte sogar sagen, es war das Kommen einer Sprache. Die englische Sprache brauchte Hunderete von Jahren, bis sie soweit war, dass Shakespeare seinen Hamlet schreiben konnte. In ähnlicher Weise brauchte es Tausende von Jahren, bis es eine Sprache gab, in der Gottes Wort in der Gestalt Jesu gesprochen werden konnte. Wir brauchten all diese Erfahrungen der Befreiung und des Exils, des Aufbaus und der Zerstörung von Königreichen. Wir brauchten unzählige Propheten und Schriftgelehrte, Dichter und Eltern, die um Worte rangen, bevor Jesus geboren werden konnte als das Wort. Das Wort Gottes kommt nicht vom Himmel wie ein überirdisches Esperanto: Es steigt auf aus der menschlichen Sprache. Die Geburtswehen des Wortes begannen, als die ersten Menschen zu sprechen anfingen.

Wenn wir jetzt um das Kommen des Gottesreiches beten - oder vielleicht nur um das Ende der Kopfschmerzen oder die Aussicht auf Arbeit -, dann antwortet Gott nicht wie ein himmlischer Magier, der im Nu Lösungen herbeizaubert. Oft kommt Gott heimlich und unsichtbar, mit unendlichem Respekt für den Rhythmus unseres menschlichen Lebens.

Blumenschmuck in der Klosterkirche

Beginn der Zeit der O-Antiphonen

Jedes Jahr beginnt am 17. Dezember die Zeit der sogenannten O-Antiphonen. Sie prägen die letzten sieben Tage vor dem Weihnachtsfest und intensivieren die Vorfreude auf das Kommen des Herrn. In diesem Jahr fiel die erste O-Antiphon (O sapientia) in die erste Vesper des vierten Advents. Das war ein besonders schöner Beginn dieser letzten Adventswoche.

Vierter Adventssonntag

Volle Kirche während des Konzertes

Am Sonntag fand um 15 Uhr das Konzert des Kinder- und Jugendchores der Lutherstadt Eisleben statt. Es wurden sowohl klassische, als auch moderne Stücke der Advents- und Weihnachtszeit dargeboten. Beeindruckend waren nicht nur die Lieder der Chöre, sondern auch die Darbietungen der Musiker und Solisten. Insgesamt überzeugten die jungen Eisleber mit wunderschöner Musik.

Krippenspiel des Montessori-Kinderhauses

Dienstag Nachmittag wurde es dann erneut voll in der Klosterkirche. Das Krippenspiel des Montessori-Kinderhauses nahm ab 15.30 Uhr seinen Lauf. Viele Eltern, Freunde und Verwandten waren begeistert von der Vorstellung der kleinen Schauspieler.

Schlussapplaus für die Kleinsten

Besuch der Kinder im Kloster

Donnerstag Vormittag besuchten Kinder des Montessori-Kinderhauses die Schwestern im Kloster. Sie sangen ihnen Lieder und brachten ihnen Selbstgemachtes aus ihrer “Oh, es riecht gut!”-Woche mit. In dieser Woche hatten die Kleinen unter anderem Kerzen gegossen, Plätzchen gebacken, Filzsterne gebastelt und vieles mehr.

Besuch der Kinder im Kloster

Zitat der Woche

Aus einer Predigt des heiligen Bernhard von Clairvaux zum Advent

Du, Mensch, du brauchst keinen weiten Weg zu machen, sage ich. Geh deinem Gott entgegen bis zu dir selbst. Denn das Wort ist dir nahe, es ist in deinem Mund und in deinem Herzen. Geh ihm entgegen bis zur Reiue des Herzens und zum Bekenntnis des Mundes.

3. Advent im Kloster Helfta

Am 3. Adventssonntag fand in der Klosterkirche ein Konzert des Konzerthallenchors aus Halle statt. Es war ein Ohrenschmaus, der die Herzen der zahlreichen Besucher erfreute.

Konzert in der Klosterkirche

Schon vor dem Konzert hatten sich viele Gäste im Speiseraum St. Benedikt eingefunden, um bei adventlicher Atmosphäre Kaffee und Kuchen zu genießen. Nach dem Konzert versammelten sich noch einige Besucher draußen um ein kleines Feuer und tranken Glühwein oder aßen eine Bratwurst frisch vom Grill.

Feuer am Abend

In einem Nebenraum wurden, wie schon in den vergangenen beiden Wochen, selbstgefertigte Produkte der Schwestern angeboten. Neu war diesmal ein Stand, an dem Wein und Ziegenkäse aus der Region erstanden werden konnte.

Adventsmarkt

Am 4. Adventssonntag wird um 15 Uhr der Kinder- und Jugendchor der Lutherstadt Eisleben unter der Leitung von Jana Schmidt in der Klosterkirche singen.

Kulinarische Angebote und Verkaufsstände wird es am kommenden Sonntag nicht geben.

Adventsmarkt im Kloster Helfta

Auch am 2. Adventssonntag lud das Kloster Helfta mit einem reichhaltigen Angebot zum Verweilen ein. Neben einem Konzert in der Klosterkirche gab es Kaffee und Kuchen. Der Verkaufsstand der Schwestern hielt von Honig bis Seifen, von Socken bis Mützen alles bereit.

Adventsmarkt

Auch am 3. Adventssonntag wird es wieder viel zu entdecken, zu hören und zu essen geben. Sie sind herzlich eingeladen!

Neues Zuhause für Menschen, die vertrieben wurden

Gott spricht durch die Zeichen der Zeit – auch zu uns. Im Herrenhaus sind inzwischen gut 50 Flüchtlinge, die meisten von ihnen aus Syrien, darunter über 20 Kinder.

In diesen adventlichen Tagen drängt sich uns immer wieder die Kindheitsgeschichte der Evangelien auf: Maria, hochschwanger, mit Josef von Nazareth nach Betlehem unterwegs. Nirgends finden sie Unterkunft, schließlich einen Stall in Betlehem als Bleibe… Unter unseren Flüchtlingen ist ein junges syrisches Ehepaar, die ihre Heimat verließen, nachdem die Bomben alles zerstört hatten. Hochschwanger die Frau, entbindet auf dem Weg in der Türkei, schafft die weite Strecke bis nach Deutschland. Säugling und Mutter erschöpft und unterernährt. Das katholische Krankenhaus in Halle hilft und so geht es inzwischen beiden gut und sie sind so dankbar…Advent und Weihnachten sind in diesem Jahr so anders für uns…

Lebendiges Labyrinth in Helfta

Das Lebendige Labyrinth der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) im Kloster St. Marien zu Helfta hat eine Weglänge von 350 Metern und führt in sieben Umgängen zur Mitte. Im März 2004 wurde mit dem ersten Bauabschnitt begonnen. Stück um Stück ist es gewachsen und von vielen Menschen besucht worden. Mit der feierlichen Enthüllung einer Informationstafel durch die Schirmfrau des Projektes Magdalena Bogner konnte das Lebendige Labyrinth am 16. Juni 2007 im Rahmen der Frauenwallfahrt des Bistums Magdeburg eingeweiht werden.

Weiterführende Informationen zum Lebendigen Labyrinth finden Sie auf der Homepage des Labyrinths.

Impression des Lebendigen Labyrinthes

Das Labyrinth

aus der Perspektive der Künstlerin

Mit der Fertigstellung des Lebendigen Labyrinths am 16. Juni 2007 ist für mich eine Vision von einem skulptural empfundenen Raumkonzept – von der Idee bis zur Vollendung – wahr geworden: Ich habe den, mir zur Verfügung stehenden, Raum im Klostergarten in einen atmosphärischen Ort der Begegnung verwandelt. Das empfinde ich nicht nur für das Kloster Helfta und die kfd als bedeutsames Ereignis, sondern es ist auch ein wichtiger Meilenstein innerhalb meines künstlerischen Schaffens.

Kunstprojekte dieses Ausmaßes gelingen nur, wenn andere mit an die Vision glauben und tatkräftig mit daran arbeiten. An dieser Stelle bedanke ich mich ganz herzlich bei Dr. Hildegund Keul, Barbara Striegel, Magdalena Bogner –ohne sie hätte diese Vision nie realisiert werden können.

Das ganze Labyrinth selbst ist eine große, duftende, farbige und sich verändernde Plastik. Das Zentrale Wesen des Labyrinthes sind jedoch die „Leibräume“ - jene floral-skulpturalen Figuren, die aus Weidenstecklingen geflochten wurden, in denen sich wuchernde Natur und Künstlichkeit vereinen. Hier ergibt sich für den Besucher die einzigartige Möglichkeit der Begegnung mit dem „Anderssein“ der Natur und gleichzeitig mit dem eigenen Leib, mit sich selbst.

Das Labyrinth mit seinen „Leibräumen“ und der Bepflanzung betrachte ich nicht als eine Fortsetzung der Tradition herrschaftlicher Gärten, die ein Denkmal für die vollkommene Beherrschung der Natur darstellen. Vielmehr sehe ich in meiner Arbeit einen Spielraum zwischen dem Naturschönen und dem Schönen der Künste, das auch das Hässliche und Destruktive ins Spiel bringen kann. So wechseln hier Leben und Vergehen, wird Gegenwart im Hinblick auf Vergangenes belebt und weist in eine unbekannte Zukunft hinaus…

Mein Wunsch für dieses lebendige Kunstwerk ist, dass die Besucher dessen spirituelle Dimension spüren und erfahren, dass es eine wachsende Brücke zwischen Kunst und Religion wird. Das Labyrinth soll zu einem Ort der Begegnung zwischen weltlichem und christlichem Glauben werden: Menschen aus dem Bereich der Kunst können mit dem christlichen Glauben in Berührung kommen und Gläubige einen Zugang zur zeitgenössischen Kunst finden.

Birgit Cauer

Jubiläum

Unser Weg hat sich gelohnt

  Der 10-jährige Geburtstag des Lebendigen Labyrinths war 70 Frauen Anlass genug, sich erneut auf den Weg nach Helfta zu machen. Eingeladen hatte die Trägergemeinschaft. Und das kfd-Netzwerk Ost nutzte diesen Anlass zu seinem 3. Basistreffen. Die Sprecherin der Trägergemeinschaft, Barbara Striegel begrüßte die Gäste aus Nah und Fern, unter anderen die Priorin des Klosters in Helfta M. Agnes Fabianek und einige Schwestern des Konvents, Magdalena Bogner, die Schirmfrau des Labyrinths und frühere kfd-Bundesvorsitzende, Pater Dominik Kitta, kfd-Bundespräses, Hildegund Keul, Initiatorin des Labyrinthes und Leiterin der Arbeitsstelle Frauenseelsorge der DBK, Birgit Cauer, Bildende Künstlerin und ehemals verantwortlich für die Bauleitung des Labyrinths, sowie Vertreterinnen aus zahlreichen kfd-Diözesanverbänden.   Geschenke und Höhepunkte gab es viele. Eine Ausstellung: “Der Weg ist gefügt.” mit Labyrinth-Bildern der Leipziger Grafikerin Angelika Pohler wurde eröffnet. Diese ist noch bis zum 15. Januar 2015 im Foyer des Hotels “Kloster Helfta” zu sehen. Eine Andacht im Lebendigen Labyrinth “Und Gott sah, dass es schön war…” unter der Leitung von Christa Mertens, Geistlich-Theologische Begleiterin des kfd-Diözesanverbands Paderborn, war Geschenk desselbigen. Der Innsbrucker Autor und Labyrinthbauer Gernot Candolini fügte sich mit einem Festvortrag “Das Labyrinth - Lebendiges Kulturgut und spirituelle Kraftquelle” in die Reihe der Schenkenden ein.   Der Festgottesdienst am Sonntag in der Klosterkirche mit einer Dialogpredigt zwischen Bischof em. Leo Nowak und der Geistlich-Theologischen Leiterin des kfd- Diözesanverbands Magdeburg Patricia Erben-Grütz bildeten den Schlusspunkt dieses bewegenden Wochenendes. Zum Abschied hieß es in einem Lied, vorgetragen von Astrid Herrmann und ihrer Band “Wir sind nicht umsonst gekommen, unser Weg hat sich gelohnt….”

Maria Faber

Während des Jubiläumsgottesdienstes am Labyrinth

Heilige Orte

Ein Gedicht, passend zum Labyrinth in Helfta: 

Es gibt Orte,

 die ziehen Menschen an,

die strahlen etwas Besonderes aus,

die schenken neue Kraft.

An diesen Orten

berühren sich Himmel und Erde

und Gottes Liebe

bündelt sich

wie in einem Brennglas

und macht diese Orte hell.

Die Menschen spüren dort

 seine Gegenwart

und ihr Gebet steigt empor

und findet sich wieder

im Spiegel seiner Liebe.

So beginnen diese Orte zu leuchten.

Sie berühren die Herzen der Menschen

und Segen strömt von dort

hinaus in die Welt.

  Bernadette Muckelbauer

Besuchen Sie das Labyrinth und erleben Sie seine Wirkung selbst!

Labyrinth

Der Stein - ein Projekt der Frauenseelsorge

Der STEIN in Helfta erinnert an die drei Frauen des Markus-Evangeliums (Mk 16,1-8), die am frühen Ostermorgen zum Grab Jesu aufgebrochen sind. Sie haben als Erste die Botschaft der Auferstehung empfangen. Der STEIN in Helfta ist den Rollsteinen nachgebildet, die zur Zeit Jesu Gräber verschlossen. Von Ostern 2000 bis Ostern 2001 war dieser STEIN auf Initiative der Arbeitsstelle für Frauenseelsorge der DBK und von Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft Frauenseelsorge an 30 Stationen in Deutschland unterwegs. »Wer wird den Stein wegrollen?« Mit diesem Ruf nach befreiender Erfahrung bewegt die Frauenseelsorge Stein-Erfahrungen von Frauen, die sich der Auferstehung öffnen.

Am Ostermontag, 16. April 2001, erreichte der STEIN seinen bleibenden Standort im Kloster Helfta. Ein ökumenisches Frauenfest nahm ihn dort in Empfang. Der Muschelkalk-STEIN kommt aus einem Steinbruch bei Betlehem, ist etwa 800 kg schwer und 1,40 m Ø hoch.

Evangelium nach Markus, Kapitel 16,1-8:

Als der Sabbat vorüber war, kauften Maria aus Magdala, Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um damit zum Grab zu gehen und Jesus zu salben. Am ersten Tag der Woche kamen sie in aller Frühe zum Grab, als eben die Sonne aufging. Sie sagten zueinander: Wer könnte uns den Stein vom Eingang des Grabes wegwälzen? Doch als sie hinblickten, sahen sie, dass der Stein schon weggewälzt war; er war sehr groß. Sie gingen in das Grab hinein und sahen auf der rechten Seite einen jungen Mann sitzen, der mit einem weißen Gewand bekleidet war; da erschraken sie sehr. Er aber sagte zu ihnen: Erschreckt nicht! Ihr sucht Jesus von Nazaret, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden; er ist nicht hier. Seht, da ist die Stelle, wo man ihn hingelegt hatte. Nun aber geht und sagt seinen Jüngern, vor allem Petrus: Er geht euch voraus nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen, wie er es euch gesagt hat. Da verließen sie das Grab und flohen; denn Schrecken und Entsetzen hatte sie gepackt. Und sie sagten niemand etwas davon; denn sie fürchteten sich.«

Der Stein im Kloster St. Marien zu Helfta

Der Stein, vom Grab Jesu weggerollt, war den Frauen des Osterevangeliums ein Zeichen der Auferstehung und des Lebens. Deswegen wird der Stein, der durch 30 deutsche Orte von Nord nach Süd, von West nach Ost gewandert ist, nach seiner Reise auch nicht beiseite geschafft. Vielmehr soll er stehen bleiben, sichtbar und berührbar. Er erinnert daran, dass auch unverrückbar erscheinende Steine bewegt werden können. Auch künftig ist er eine Herausforderung, sich mit »Steinen« auseinanderzusetzen, die Frauen im persönlichen Leben, in Gesellschaft und Kirche erleben. Warum der Stein in Helfta seinen bleibenden Standort fand:

  1. das Kloster Helfta ist traditionell ein Ort der Spiritualität von Frauen. Im 13. Jahrhundert haben hier die drei Mystikerinnen Mechthild von Magdeburg, Mechthild von Hackeborn und Gertrud die Große gelebt und ihre Werke verfasst.
  2. gerade wegen dieser gemeinsamen Tradition der Mystik ist der Stein in Helfta eine Herausforderung zur ökumenischen Zusammenarbeit.
  3. Helfta ist ein Ort in den östlichen Bundesländern, wo sich Kirche in einem säkularen Umfeld zu bewähren hat. Deswegen steht der Stein auch für den Fall der Mauer und die Verständigung von Ost und West. Mehr noch: Er steht für den notwendigen Dialog zwischen Nord und Süd und für das Ringen um Frieden über Grenzen von Ländern, Kulturen und Religionen hinweg.

Kontakt:

Frauenseelsorge der DBK, Frau PD Dr. Hildegund Keul

Kaiser-Friedrich-Str. 9, 53115 Bonn

Tel. 0228-2439-411; Fax 0228-7218817

Wer wird uns den Stein wegrollen?

10 Jahre Rollstein in Kloster Helfta

    Am 16. April 2001 erreichte ein großer Rollstein das Kloster Helfta. 10 Jahre sind seither vergangen und viele Gruppen haben mit dem Wort “Wer wird uns den Stein wegrollen?” ihren Erfahrungen nachgespürt und wie die Frauen am Ostermorgen neue Hoffnung geschöpft. Am Ostermontag 2001 waren Frauen aus 30 Orten der Bundesrepublik nach Helfta gekommen und feierten gemeinsam ein großes Fest. Lebendig berichteten Sie, was sie an ihrer Station in der Arbeit mit den Frauen mit dem Motto des Steins erlebt hatten. 6300 Kilometer quer durch Deutschland war damals der Stein gereist, zwischen Hamburg und Kempten, Aachen und Berlin. Er fand seinen Standort auf dem großen freien Platz vor der Klosterkirche, worüber sich die Schwestern von Helfta sehr freuten. Die Frage der Frauen auf dem Weg zum Grab Jesu am Ostermorgen lässt immer wieder Frauen unserer Tage die Steine anschauen, die den Weg, die Zukunft und damit das Leben verstellen. Dass sich immer wieder Osterwege eröffnen, wünschen wir allen, die am Stein auf dem Klosterplatz innehalten!

Rollstein auf dem Gelände des Klosters Helfta